Brand im Wohnheim des Berufsförderungswerkes
Einsatz 2015-0026 | Veröffentlicht am
Alarmierung über BMA 23:59 Uhr Auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus war durch den Abteilungskommandant A. Etzel bereits Feuerschein im Bereich des Anbaus am Haus am Sommerberg sichtbar. Daher wurde bereits im Feuerwehrhaus Wildbad die Leitstelle angewiesen, Vollalarm für die Abt. Calmbach auszulösen. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stellte sich die erste Lage wie folgt dar: Mehrere Personen befanden sich vor dem Gebäude im Bereich der Parkplätze. Es wurde mitgeteilt, dass sich weitere Personen noch im Gebäude befinden würden. Der talseitige Anbau stand zwischenzeitlich im Vollbrand und breitete sich linksseitig im Dachverschalungsbereich in Richtung Haupteingang aus. Auf Nachfrage erklärten die anwesenden Personen, dass sich wohl noch mindestens zwei Personen im Gebäude aufhalten würden. In welchem Bereich konnte jedoch nicht mitgeteilt werden. Als erstes Fahrzeug traf das Tanklöschfahrzeug der Abt. Wildbad an der Einsatzstelle ein. Die Aufstellung des Fahrzeuges erfolgte ca. in der Mitte des Gebäudekomplexes in Fahrtrichtung Bergbahnbrücke. Der Gruppenführer wurde in die Lage eingewiesen. Der erste Auftrag für den Angriffstrupp war das Absuchen der Dachterrasse im Brandbereich sowie die Riegelstellung seitlich am Gebäude zur Sicherstellung des Fluchtweges über den Haupteingang und die seitlich vorhandene Rettungstreppe. Nach Aufbau der Wasserversorgung rüstete sich der Wassertrupp als weiterer Atemschutztrupp aus. Er erhielt den Auftrag das Gebäude von oben nach unten nach den vermissten Personen abzusuchen. Auf der Anfahrt des Löschfahrzeuges der Abt. Wildbad wurde diesem der Einsatzauftrag erteilt, die Wasserversorgung aus Richtung Blöcherweg Bereich Panoramastr. Einmündung Rodelweg zur Einsatzstelle aufzubauen. Die Wasserversorgung wurde mit den beiden Haspeln vom Wassertrupp und Schlauchtrupp direkt zum Tanklöschfahrzeug verlegt. Der ausgerüstete Angriffstrupp wurde ohne Zeitverzug direkt zur Einsatzstelle nach vorn geschickt und ging im Gebäude zum Absuchen der einzelnen Stockwerke vor. Zwischenzeitlich wurde die Drehleiter dann hinter dem Tanklöschfahrzeug in Fahrtrichtung Bergbahnbrücke positioniert um die Einsatzstelle von oben im rechten Gebäudebereich auszuleuchten. Der Trupp der Drehleiter rüstete sich ebenfalls mit Atemschutz aus und kontrollierte den Dachbereich über dem Haupteingang und den Maschinenraum der Aufzugsanlage. Der Wassertrupp und Schlauchtrupp des Löschfahrzeuges baute im linksseitigen Gebäudebereich das Beleuchtungsgerät auf. Da aus dem Flachdachbereich des Haupthauses zum Anbau hin eine starke Rauchentwicklung feststellbar war, wurde dieser Bereich mittels Fognail durch den auf dem Dach befindlichen Atemschutztrupp der Drehleiter abgelöscht. Durch den Gruppenführer des Löschfahrzeuges wurde dabei kontrolliert, dass der Wasserschaden nach innen auf ein Minimum begrenzt werden konnte. Vom Rüstwagen wurde der linksseitige Gebäudeteil mittels Powermoon und Lichtmast ausgeleuchtet. Polizei und Rettungsdienst übernahmen in der Anfangszeit die Betreuung und Registrierung der im freien befindlichen Personen. Die beiden aufgefundenen Personen wurden aus dem Gebäude gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Die eingetroffene Abt. Calmbach übernahm die Brandbekämpfung über die rechte Gebäudeseite und baute mit dem Schlauchwagen der Abt. Wildbad eine weitere Wasserversorgung vom Überflurhydrant oberhalb der Panoramastaffel bis zur Einsatzstelle auf. Ferner wurde ein Atemschutztrupp als Sicherungstrupp bereitgestellt. Weiterhin übernahm die Abt. Calmbach dann die Atemschutzüberwachung und organisierte den Kräftepool. Da der Kräfteverbrauch bei den Atemschutzgeräteträger nicht abschätzbar war, wurden die Abt. Sprollenhaus und Aichelberg nachalarmiert. Ebenso wurde der der GW-Atemschutz an die Einsatzstelle beordert. Im Rahmen der Personensuche im Gebäude wurde von den beiden Suchtrupps in Ebene vier im Zimmer 21 ein Zimmerbrand entdeckt, der bereits erloschen war. Eine Brandbekämpfung war daher nicht mehr notwendig. Durch den anwesenden Haustechniker wurde vorsorglich die Heizungsanlage außer Betrieb genommen und die Gaszufuhr abgeschiebert. Die alarmierten Stadtwerke teilten mit, dass das Gebäude über einen Erdstromanschluss verfügt. Der in der Zwischenzeit eingetroffene KBM wurde durch den Einsatzleiter über die Lage umfassend informiert. Mit dem ebenfalls eingetroffenen Orgleiter des DRK sowie des Pflegedienstleiters des BFW wurden dann der Abtransport und die Unterbringung der betroffenen Personen besprochen und umgesetzt. In Absprache mit dem KBM wurde auf ein stromlosschalten des Gebäudes vorerst auf Grund des Erdanschlusses verzichtet. Die Stadtwerkemitarbeiter stellten die Rufbereitschaft in ihrem Betriebsgebäude sicher. Den Kontakt zur Kriminalpolizei sowie zur Presse wurde durch den Kreisbrandmeister erledigt. Von der Polizei wurde der noch bei Ihnen registrierte BM-Stellvertreter Dieter Gischer verständigt, der ebenfalls an der Einsatzstelle eintraf. Eine Verständigung des BM bzw. der jetzigen Stellvertreter wurde mehrmals von ihm probiert, führte aber zu keinen Erfolg. Auch er wurde vor Ort über die Lage informiert. Nachdem das Feuer dann linksseitig mit einem C-Strahlrohr und dem Fognail unter Kontrolle gebracht werden konnte, zeigte auch die von vorn und rechtsseitig von der Abt. Calmbach ebenfalls durchgeführte Brandbekämpfung Wirkung, sodass das offene Feuer gelöscht werden konnte. Mit der Wärmebildkamera wurde der Bereich des Anbaues dann nach Glutnester durchsucht. Auch das Zimmer 21 auf Ebene 4 wurde überprüft. Da im Deckenbereich des Anbaus noch Nachlöscharbeiten notwendig waren, wurde die Dachbedeckung mittels Rettungssäge geöffnet und nachgelöscht. Die Versorgung der Einsatzkräfte mit Heißgetränken wurde durch die SEG Oberes Enztal übernommen. Ein Teil der Abt. Sprollenhaus und Aichelberg haben im Haupttreppenhaus des Gebäudes Löschwasser mittels Wassersauger aufgenommen, um den Wasserschaden so gering wie möglich zu halten. Die Atemschutzgeräteträger der beiden nachalarmierten Abt. wurden zuerst als Sicherungstrupp eingesetzt und wurden im weiteren Verlauf zur Ablösung der im Einsatz befindlichen Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die anderen drei Abteilungen aus dem Einsatz herausgelöst. Bei der Nachkontrolle der Trennwand des oberen Treppenraumes zum Anbau hin wurde noch festgestellt, dass einige Bereiche noch deutlich erwärmt waren. Die Wand wurde dort dann geöffnet und das Balkenlager (Balkenköpfe) was noch geklimmt hat, mittels D-Strahlrohr abgelöscht. Die Einsatzstelle wurde nach Einsatzende an die Polizei übergeben. Im Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge anschließend wieder aufgerüstet. Die Schläuche der Einsatzstelle wurden mit dem SW aufgenommen und zur ZSW nach Calmbach verbracht.
Einsatzdetails
Einsatzart
Großbrand
Einsatz Alarmierung bis Ende
22.03.2015 23:59 Uhr bis 23.03.2015 06:00 Uhr
(6 Stunden und 1 Minuten )
Einsatzort
Haus am Sommerberg, Panoramastr. 48
Einsatzleiter
A.Etzel
Alarmierungsarten
Alarmierte Einheiten
Fahrzeuge












